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Frequently Asked Questions

(häufig gestellte Fragen)


Was heisst Chochichästli? "Chochichästli" ist die Schweizer Variante des Wortes "Küchenschränkchen". Das Wort wird unablässig herangezogen zum Beweis, dass Schweizerdeutsch keine Sprache sei, sondern eine Halskrankheit. Zu diesem Zweck halten die buchstäblich bösen Zungen die drei CH-Laute sekundenlang in der Tiefe des Rachens, besonders den mittleren. Im täglichen Sprachgebrauch ist das Wort etwa gleich häufig wie der hochdeutsche Begriff "Ostfriesisches Felsengebirge".

Bedeuten beim Stichwort Fenster die Varianten "Faischter" und "Feischter" nicht dasselbe? Die Buchstabenkombinationen -ei- und -ai- werden unterschieden. -ei- entspricht der hochdeutschen Aussprache von "Reinkarnation", während -ai- derjenigen von "Reinheitsgebot" entspricht.

Ich spreche "Fenster" als Fänschter aus. Warum gibt es diese Variante nicht? Die Schreibweise der Mundartvarianten wurde vereinfacht. Nicht unterschieden werden: ä und e, offenes und geschlossenes O, lange und kurze Vokale sowie einfache und doppelte Konsonanten.

Als Luzerner sage ich höt. Warum gibt es diese Variante nicht? Das ö wird im Sprachatlas als sehr offenes ü aufgefasst. Die richtige Wahl ist daher die Variante "hüt".

Warum dauert es so lange, bis das Laden der Antwort fertig ist? Die eigentliche Auswertung und deren schriftliche Zusammenfassung erfolgt schnell. Die Übermittlung der Schweizerkarte, die die Analyse graphisch darstellt, dauert verhältnismässig lange, da es sich um etwa 170 KB handelt. Die Graphik besteht, technisch gesehen, aus einer Tabelle mit hunderten von winzigen Bildchen, einem Bildchen pro Ortschaft eben.

Woher stammen die Daten, die für die Auswertung verwendet werden? Die Analyse basiert auf dem "Sprachatlas der deutschen Schweiz" von R. Hotzenköcherle, einem achtbändigen Standardwerk der Schweizer Mundarten (A. Francke Verlag, Gerbergasse 48, 4001 Basel). Gewährsleute für Spezialfragen waren A. Kölbener und A. Jenal - vielen Dank!

Warum stimmt die Analyse bei mir nicht? Dafür gibt es mehrere mögliche Gründe:

1. Ihr Dialekt ist ein Gemisch der Dialekte Ihrer Eltern und Ihrer Wohnorte.

2. Die Dialekt-Aufnahmen wurden zwischen 1939 und 1958 durchgeführt. Schon damals wurden nach Möglichkeit alte Leute befragt, die ihren Dialekt also etwa zwischen 1870 und 1890 gelernt haben. In den über hundert Jahren hat eine Verflachung der Dialekte stattgefunden. Dies hat mit der zunehmenden Mobilität und mit dem Einfluss der Massenmedien zu tun.

3. Die Testpersonen, die bei den Aufnahmen für den "Sprachatlas" befragt wurden, hatten möglicherweise - trotz der sorgfältigen Auswahl - persönliche Eigenheiten.

Woher stammt der Autor wohl, wenn er sein Orakel "Chochichästli", und nicht etwa "Chuchichästli" oder "Kuchikästli" nennt? Der Autor des Orakels stammt aus einer Gegend, wo man amel, Obig, Fenschter, gescht, hüt, Mo, Hand, folge, nöd und Schpise sagt...

Was um Himmels Willen heisst PVSA-Feature? Diese Abkürzung ist extra fürs Chochichästli-Orakel erfunden worden und ist im Acronym-Finder erst seit dem 06. März 2003 dank Julian Kellerhals vorzufinden. Abkürzungen verleihen ihren Erfindern und Verwendern eine intelligente Aura, nicht nur in der Informatik. PVSA steht für "Pferd vom Schwanz aufzäumen" und bedeutet, dass man - wie von vielen Orakel-Benutzern gewünscht - nicht nur aufgrund der Aussprache den Ort, sondern auch aufgrund des Ortes die Aussprache bestimmen kann ;-)


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